Thursday, June 01, 2006

Was geht denn hier ab?

Es ist in letzter Zeit ja etwas ruhig um mich geworden - zumindest auf dieser Seite! Ich schreibe gerne ausfuehrliche, persoenliche Emails an Leute, die auch gerne etwas von sich mitteilen. Nun ist aber wieder Zeit, nach einigen freundlichen Hinweisen - danke dafuer! - einiges von meinen Reiseerfahrungen zu berichten. Fotos kommen leider etwas kurz, da das Downloaden bei groesseren Dateiformaten abseits der Grossstaedte recht lange dauert... ist alles eine Frage der Zeit, also nur nicht huddele :-)

Jetzt bin ich schon 4 Wochen auf dem Land der Kaenguruhs und Kuala-Baerlis und kann wirklich schon behaupten, diese Tierchen in der Wildnis gesehen zu haben. Bezaubernd, unverhofft ein huepfend springendes Wallaby oder Kaenguru auf der Strasse zu begegnen.

Aber alles der Reihe nach - in Kurzform. 5 Tage in Sydney hatten mich teilweise abgeschreckt, nachdem ich in Neuseeland nur relativ kleine und ordentliche Hostels besucht hatte, waren hier alle fuer 100-200 Gaeste oder mehr ausgelegt. OK, es ist eine Grossstadt, aber spaeter bestaetigte sich dies leider auf dem Weg an der Ostkueste Richtung Norden. Ueberwiegend Backpackers, die fast jeden abend trinken und rauchen - sie nennen es dann Party! Bin ich ploetzlich zu alt fuer dieses Treiben? Nein, es ist einfach nicht mein Ding und warum soll ich mit den meisten mitlaufen, nur weil ihnen nix besseres einfaellt!!!!? Es gibt immer noch Luecken, die fuer mich das Interessantere und spannendere ausmachen. Also Sydney ist jedenfalls beeindruckend mit dem Opera House und der Harbour Bridge - ich mehrmals dort und immer wieder kam ich nicht aus dem Staunen heraus!!

Mit dem Bus nach Byron Bay und Rainbow Beach tauchten endlich die bekannten Straende auf. Ein unerwartetes Campfire (Einladung zum Grillen am Strand) war meine erste prima Erfahrung. Es wurde waermer und das war fuer mich das Startzeichen fuer die wirklich geilen Sachen in Australien: Surfen, Selgeln, Schnorcheln, Schwimmen - irgendwie alles, was mit S beginnt - fehlt da nicht noch etwas :-) Einige Stunden auf dem Surfboard hatten meine ersten Erfahrungen als Wellensurfer maechtig imponiert - nicht so einfach, die richtige Welle zu erwischen, aber geil war's!

Es ist tatsaechlich die beste Zeite hier zu reisen, da die Hauptsaison vorbei ist (es gibt trotzdem noch sehr viele 20-jaehrige mit Work and Holiday Visa) und das Wetter mit ca. 25 C tagsueber und 15 C nachts richtig gut ist. Irgendwie habe ich das Gefuehl, alle haben sich vom gleichen Reisefuehrer ihr Tour planen lassen und machen somit die Standard-Touri-Route ueber Fraser-Island zu Whitsundays mit entsprechendem Rahmenprogramm. Ich nicht! Natuerlich konnte ich dem Treiben nicht ganz entkommen, da es einfach schoene Orte sind, die von allen angefahren werden, also machte ich Kompromisse. Ein 4-Tage-Segeltoern auf den Whitsundays mit Schnorcheln und Tauchen im Stingersuit (da es gefaehrliche laestige Tierchen imWasser gibt!) am suedlichen Great Barrier Reef waren schon was Feines.

Mittlerweile war ich mit Marcus (Oesterreicher), Juan (Spanier) und Elena (Italienerin) im Auto unterwegs. Was soll ich von den vielen Orten erzaehlen, die eh keine Sau kennt? Die Wesentlichen Aktionen sollten in dieser Kurzform genuegen: Festivals, Jump-Fotos schiessen, Yumi Nudles essen, Bummerang werfen, Insel hopping, Felsen klettern, Kajaken, Maerkte besuchen, Nightlive uvm.

Auf der Suche nach Arbeit habe ich wohl schlechte Karten, da ohne Steuer-Identifikationsnr. nur wenige bereit sind, mich zu heuern. Ich habe aber noch einige Ideen...

Gerade komme ich von einer 4-Tages-Wanderung auf Hinchenbrook Island (2 Std. suedlich von Cairns) - ich sag's einfach, auch wenn's niemanden interessiert ;-)
Ausser einigen Blasen an den Fuessen habe ich maechtig gute Erinnerungen an eine kleine Survivor-Tour. Endlich mal ohne doppelten Boden und Warnsignale (habe ich erst spaeter erfahren, dass welche fuer den Notfall erhaeltlich waren) bin ich mit reichlich Priviant - natuerlich! - Zelt, Gaskocher etc. - alles in allem einem zu schweren Rucksack - auf eine 32 km lange Inseldurchquerung. Die Distanz klingt wirklich nicht beeindruckend, aber der Weg hatte es in sich! Echter australischer Urwald mit seinen Tuecken. Ich koennte jetzt von Spinnen, Schlangen und Krokos erzaehlen, aber ich bleibe doch lieber bei der Wahrheit. Jedenfalls gab es Krokodil-Warnschilder. Die Tour verlief ueber Bergkaemme mit herrlichen Ausblicken ueber Inselgruppen, ruhige Straende (da nur ca. 20 Wanderer auf der gesamten Insel unterwegs waren), tropische Waelder mit sehr vielseitiger Vegetation - einfach ein Genuss! Manchmal fuehlte ich mich in einen Tarzan-Film versetzt. Die Laute der Voegel und andere, undefinierbare Tiere gaben der Stimmung ihr uebriges. Mittlerweile weiss ich auch, was swampy bedeutet (sumpfig), denn der Weg, den ich auf keinen Fall verlieren wollte, fuehrte durch knietiefes Sumpfgebiet. Nasse Fuesse und stinkende Klamotten waren nach dem Zweiten Tag nicht mehr zu vermeiden. Am Morgen danach wurde ich allerdings an einem herrlichen Wasserfall und Pool mit einer koestlichen Erfrischung und schwimmen entlohnt. Das Wildlife hielt sich (Gott sei Dank) in Grenzen. Neben einigen Ratten, die scharf auf's Essen waren, gab es keine unangenehmen Begleiter. Das Essen hing ich an eine Schnur, damit die Nager keine Chance hatten. Camping am Strand ist eine wunderschoene Sache - Sternenhimmel und wellenrauschen gratis! Zum Schluss lernte ich von den Aussies (Australier) noch ein wenig Cricket spielen am Strand. So laesst sich die Wartezeit auf die Faehre blendend vertreiben. Einfach witzig und schoen hier! Mann bin ich froh, dass es nicht zu heiss war. An meinen Schweisstropfen laesst sich meine Route leicht verfolgen ;-) Einfach raus aus der Zivilisation tut richtig gut (fuer einige Zeit). Nicht nur zur Besinnung auf's Wesentliche eine echt gute Sache!

Ich bin gespannt, was ich noch alles Neue erleben darf!!

Sonnige Gruesse aus dem sportlichen Australien

Michael

fotos.web.de/rainerroundtheworld/AU-Sydney

Tuesday, May 02, 2006

Bei 40 millionen furzenden Schafen

Ist doch wohl klar, dass ich mich hier wie Zuhause fuehle, oder? Nach allen Erzaehlungen und Fotos gibt es immer noch viel zu berichten - es spielt sich doch auch sehr viel zwischen den Zeilen ab, was noch mehr Farbe in die Reiseerlebnisse bringt.

Letzendlich bin ich sehr froh, dass auf vielen Touren und Aktionen alles so prima gelaufen ist, was als Alleinreisender oft kritisch verlaufen koennte. Hey, schliesslich bin ich in Neuseeland und die drohende Gefahr der Vergasung durch die vielen Schafe und Rinder ist noch zu ertragen. Ansonsten werden meine naechsten Stationen in dieser Richtung einiges mehr zu bieten haben..

See you!

Monday, May 01, 2006

Aotearoa, "Land der weißen Wolke"

So langsam neigt sich die wunderschoene Zeit in Neuseeland dem Ende zu ;-(
Ich habe den Eindruck, meine ersten guten Erfahrungen gemacht zu haben und das Land, Leute und die Entwicklung recht gut einschaetzen zu koennen. Es ist immer noch ein echtes Naturparadies, was mich staendig zum Staunen und Bewundern animiert und fasziniert. Es ist einfach sehr wichtig, viel Zeit zu haben um alles wirklich in sich aufnehmen zu koennen. Meine Reise mit dem Auto, wo ich wunderschoene Naechte unter dem traumhaften Sternenhimmel und nah an Straenden verbrachte, ist oft die Beste Zeit abseits von jeder Zivilisation und Backpackers.

Viele Moeglichkeiten habe ich nur wenig genutzt, wie z.B. die vielen einladenden Art Gallerien, wo sich immer ein Besuch mit Gespraechen lohnt, da Kuenstler einfach tolle Ideen verwirklicht haben oder die millionen wunderbare Gelegenheiten zu picknicken, fuer die alleine sich ein langer Ausflug lohnt.

Sweet as!!