..angekommen und es droht eine Käferplage!!
Meine ersten Eindrücke von der Millionenmetropole Mexico-City sind wunderbar. Zunächst hatte ich meine Digitalcamera im Flugzeug vergessen, aber das Glück war mir mal wieder hold. Superfreundliche Leute am Flughafen und in der Metro - sauber, ruhig mit klassischer Musik, auch Robbie Williams war zu hören. Nach 3-mal umsteigen war ich im Zentrum im Hostel - mit Keycard und bester Location. Von lästigem Rummel war nur wenig zu spüren. Geiles Wetter und beste Stimmung werden meine Ankunft im Land der (Biene) Maja versüssen. Die nächsten Wochen werde ich also hier mein Unwesen treiben..
Echt wahr, ich bin nun schon seit 100 Tagen unterwegs in America - und es ist genau das Richtige für mich!!!! Jeden Tag neue Gesichter, Umgebung, Wetter, Sprache und Gespräche, Blicke, Gegensätze, Düfte (Gerüche), Farben, Musik etc. Demnächst fasse ich manche Eindrücke zusammen, bevor ich den Kontinent verlasse...
Einen Guten Rutsch für Alle!!
o prospero año nuevo!!
Peace - Love - Respect - ONE WORLD!
Miguel
fotos.web.de/rainerroundtheworld/Mexico-City
Meine Reise begann am 20. Sept. 2005 und fuehrte ueber 4 Monate durch Suedamerika (Brasilien, Bolivien, Chile, Peru und Mexico) mit Flug von Los Angeles auf die Fijis. Ab Mai 2006 durchquerte ich das Naturparadies Neuseeland fuer 3 Monate mit eigenem Auto. Danach folgte eine Tour entlang der australischen Ostkueste ueber Darwin und Alice Springs. Was ab Juli im suedlichen Afrika geschah, spottet jeder Beschreibung....
Thursday, December 29, 2005
Nach 100 Tagen unterwegs - in Mechicooo angekommen..
Wednesday, December 28, 2005
Weihnachten in Peru
Nach den Strapazen am Machu Picchu war jetzt eine Erholung an Weihnachten in Nasca bei Johanna - eine andere Weltenbummlerin aus Frankfurt - fällig. Die Temperaturen luden sehr zum Entspannen ein. Der Ort ist weniger interessant, aber was mir viel wichtiger beim Reisen ist: lokale Leute kennenlernen und gemeinsam feiern!
Das konnten wir an Heiligabend bei einer kleinen Familienfeier nach der Christmette mit einem Freund (Elvis) von Johanna. Einige Bräuche sind sehr ähnlich mit den deutschen: Weihnachtsbaum (aus Plastik natürlich) und Krippe, Essen und Trinken (möglichst gut und viel!), um Mitternacht wünscht man sich erst "Feliz Navidad" und die Bescherung ist nur für die Kinder von Bedeutung - hier lassen sich die Eltern auch unterschiedliche Varianten einfallen. Oft liegen die Geschenke am nächsten Morgen am Weihnachtsbaum bereit. Mancherorts trinken die Männer besonders viel und die Frauen gehen um Mitternacht zur Christmette....wo die Männer nur noch schnarchen würden.. Sehr amüsant fand ich, dass die meisten Leute grosse und kleine Jesuskind-Figuren aus der Krippe zur Christmette mitbrachten. Liebevoll in ein Tuch mit Spitzen gewickelt und auf dem Arm haltend, wie ein kleines Baby.
Das Trinkgelage geht wohl am 1. Weichnachtstag weiter - soweit ich es erlebt habe. Diesmal war der Rahmen eine kleine Arena mit Livemusik als Umrahmungzum Hahnenkampf! Zufällig, beim Vorbeigehen bin ich zu meinem ersten Hahnenkampf gestossen. Die Gockel bekommen am Beim einen kleinen Säbel angeschnürt und zerfetzen damit das Federkleid des Gegners - eine heftig blutige Angelegenheit. Ein Kampf dauert meist nur 2-3 Min., der meist tödlich endet. Brutal zu sehen, wie die Hähne dressiert wurden und mit den Schnäbel aufeinander einpicken. Das Ganze wiederholt sich dann x-mal und die Zuschauer werden nach Stunden nicht müde davon..
Am nächsten Tag war die Hochzeit von Hanna aus England und Alex aus Peru.Wir bereiteten uns alle für 19h vor, aber bis es zur Vermählung kam war es 21h. Die Uhr tickt hier nunmal anders, selbst bei solchen Terminen. Die Gäste trugen die Verspätung mit gewohnter Gelassenheit. Die Fotos (weitere folgen) werden sicherlich einiges von der Stimmung besser widergeben als viele Worte. Jedenfalls war die Zeromonie der zivilen Trauung in 3 Min. erledigt. Mit Unterschrift und Fingerabdruck wurde dieser Akt besiegelt. Nach vielen Fotos mit der Hochzeitstorte wurde später das Brautpaar beim Anbeissen der Torte natürlich ordentlich geschupst und die Sahne im Gesicht des Brautpaares war eine muntere Aufheiterung. Die Feier fand draussen statt und es spielte eine 4-köpfige Band lokale Musik. Die ca. 40 Gäste wurden mit Bier und Pisco-Sauer zum "Salu!"eingeladen. Die Truthühner wurden erst jetzt in einem Riesentopf gegart, sodass es erst nach Mitternacht etwas zu Essen gab - nach gutbürgerlicherArt. Lange Rede, wenig Sinn: ich habe mit den wenigen Mädels dort getanzt, getrunken und gequatscht bis 4h morgens - lustig war´s!
Die Stimmung an nächsten Tag war bei einigen nicht so gut - manche nennen es wohl Kater! - aber auch wegen dem Abschiednehmen! Aber das gehört definitiv bei einer langen Reise dazu und man sollte einfach froh über die gemeinsame Zeit sein und sich auf das nächste Erlebnis und Erfahrungen freuen. Gerade übertreibe ich es mit meinen Schilderungen, wobei ich die Highlights von Nasca, die "Nasca-Linien" und die "Mumien" fast vergessen hätte, naja: Touriattraktionen, die ich eher witzig fand und einwenig mysteriös. Der Flug wirbelte meinen Magen mächtig durcheinander.
Wer sich evtl. um meine liedierten Füsse sorgt - super verheilt und bereit für die Silvesterparty!
fotos.web.de/rainerroundtheworld/Peru_Nasca
http://fotoalbum.web.de/gast/jolorz/27_Hochzeit_Hannah_u_Alex_2612
Friday, December 23, 2005
Inka Trail zum Machu Picchu
Ein Vorbereitungstreffen (Briefing) am Vorabend um 19h diente zum Kennenlernen der Gruppe und Besprechung des Ablaufs der 4-taegigen Tour. Die Gruppe besteht aus 11 Teilnehmern aus England, Irland und Australien (4 Frauen und 7 Maenner). Zudem 1 Tourleiter mit Begleiter, 1 Koch und 9 Traeger fuer Zelte, Geschirr, Essen etc., die auch bei der Zubereitung des Essens behilflich sind.
Vom 19.-23. Dez.. hatte ich mir also diese lang ersehnte Tour vorgenommen, die aufgrund der Laenge von ca. 43 km, die Hoehenunterschiede von 1.500m beginnend bei 2.700m ueber dem Meeresspiegel durchaus eine bestimmte Fitness erfordert. Letzte Woche hatte ich mir bei einer 3-Tagestour im Colca Valley beim Fussballspielen ohne Schuhe eine Verletzung am Fuss zugezogen, da ich einen spitzen Stein, der mit Gras bewachsen war, heftig getreten habe. Mit bestimmten Desinfektionsmitteln und Pflaster machte ich mich dann auf den Weg.
Der Montag begann um 4:30h mit Aufstehen, duschen und Pflege des geschundenen Fusses. Um 5h wurden wir im Hostel Loki abgeholt und fuhren mit einem Kleinbus los. Gegen 8h gab es endlich Fruehstueck. Vor dem Restaurant verkauften Frauen Koka-Blaetter, Wanderstoecke aus Bambus uvm.
Nach den letzten Vorbereitungen wie z.B. Sonnencreme auftragen, Wasser einkaufen, ging es dann gegen 9:30h zur Kontrollstation mit Original Reisepass, da niemand ohne Reisefuehrer diese Wanderung im schwierigen Gelaende durchfuehren darf. Bei schoenem Wetter spazierten wir am 1. Tag ca. 11 km mit laengeren steilen Passagen, die bei Sonnenschein einen maechtig ins Schwitzen brachten. Eine laengere Pause mit Erklaerung der Inka-Kultur und deren strategischen Versorgungswegen sowie eine ausgiebige Mittagspause mit hervorragenden Essen liessen die Anstrengungen der Tour schnell vergessen.
Um 16h kamen wir endlich am Camp an, was fuer mich ein 1-Mann-.Zelt bereit hielt. Ohne Strom, Duschen und Wasser, eben ein spatanisches Zeltlager, war der Fokus auf die schoene Umgebung gerichtet. Wie in den folgenden Tagen ueblich, gab es um 16h Tee, Popcorn und Kekse und um 19h leckeres Abendessen. Nach dem langen Tag machten wir uns schon frueh mit Taschenlampen auf in unsere Zelte mit Schlafsaecken, denn bei einer Nachttemperatur von 4 C muss man sich gut einpacken. Bewundernswert war der klare Stenenhimmel, der zum Greifen nah schien.
Am naechsten Morgen wurde ich um 6h geweckt mit warmen Wasser, Seite, Handtuch am Zelt sowie Koka-Tee mit frischen Blaettern. Das Fruehstuck mit Obstsalat, Pancakes etc. schmeckte lecker. Gegen 7:30h war Aufbruch von unserem Camp in Hoehe von 3.300m auf unser Etappenziel von 4.200m – also kein Kindergeburtstag! Die strammen, steilen Steigungen bestanden meistens aus steinigen Stufen, wo ich bei guten Klima (ohne Sonne) natuerlich extrem schweisstreibend, etwas nach Luft jappsend, bereits nach 3 Std. die Herausforderung bestanden habe. Endlich konnten wir uns auf dem Gipfel einen Snack goennen und eine laengere Rast machen. Die Landschaft und Ausblick war sehr schoen, aber nicht spektakulaer.
Danach ging es dann ca. 300m abwaerts, wo sich mein Stock als gute Hilfe erwies. Mit Urbano, unser zweiter Guide, habe ich mich ueber Traditionen, Religion und Trend der Jugendlichen in Peru unterhalten. Familien auf dem Land haben oft 5-8 Kinder, in der Stadt allerdings nur 2-3, wegen den teuren Lebensbedingungen. Die Inka-Religion laesst sich mit der kath. Kirche vereinen, zumindest wird dies in Peru oft so praktiziert.. Urbano betet vor jedem Trail besonders, dass alles gut geht. Wenn jemand in der Familie stirbt, wird er manchmal neben einem Baum beerdigt, der das Leben und die Kraefte vom Toten aufnimmt und somit in seiner ganzen Pracht vereint (mit anderen verstorbenen Familienmitgliedern) und praesentiert. Kinder haben heutzutage in Peru weniger Respekt vor den Erwachsenen und pflegen kaum den Glauben. Die Hauptursache hierfuer sieht Urbano im extremen Fernsehkonsum und zunehmenden PC-Spielen. Viele Kinder spielen zuwenig draussen und werden zunehmend von den Eltern schlecht erzogen. Eine Tendenz, die in Europa schon weiter verbreitet ist..
Nach der harten Tour ging es 2 Frauen nicht so gut, die sich aber nach laengerer Pause doch auf den Weg machten. Bei Nieselregen ging es 2 Std. lang rauf und runter bis zum naechsten Camp. Zum Abendessen wurde Shean zum 27. Geburtstag mit einer Torte ueberrascht, welche vom Koch mit den bescheidenen Mitteln in den Bergen zauberhaft und lecker zubereitet wurde.
Die Stimmung in der Gruppe war sehr gut und das Abendliche Kartenspiel “Arsehole” und “Shithead” mit warmen Rotwein und einigem Rum war nach vielem Gegroele die beste Vorbereitung auf die kaelteste Nacht in den Bergen (ca. 4 Grad).
Details zu den Wanderrouten, mit Erklaerungen der Einzelnen Inka-Staetten, haben andere Reisende schon vorbildlich zusammengestellt (da sich die Touren sehr aehneln) und sind einfach zu finden unter
http://www.astrosoft.de/peru/inka_trail.htm sowie Hinweise vom Tourveranstalter http://www.llamapath.com/incaconfort.htm
Ich moechte vielmehr zusammenfassen, dass die Geheimnisse (da vor allem keine schriftlichen Belege oder Zeichnungen aus deren Zeit existieren) der Inka sehr interessant sind und es mir viel Spass bereitete, mehr ueber die Zeromonien fuer die Mutter Erde, Sonne und Wasser zu lernen. Beim Begehen dieser "Heiligen" Staetten wirkt vieles sehr spannend und exotisch.
Die Traeger ueberholten uns staendig mit ihren bis zu 25 kg Gepaeck (ich schleppte 9 kg) quasi im Laufschritt, was mich immer wieder zum Staunen brachte. Ein fettes Trinkgeld (50 Solas) war fuer uns alle obligatorisch.
Am 4. Tag standen wir um 4 Uhr auf, damit wir um 6 Uhr am Sonnentor einen besonders schoenen Blick auf unser Ziel Machu Picchu bekommen koennen. Allerdings war es regnerisch und neblig (MISTI), sodass wir nur eine weisse Bruehe sahen. Kaum enttaeuscht von der verpassten Gelegenheit, ein "typisches Machu Picchu Foto" machen zu koennen, kam ich ins Gespraech mit einem Argentinier, der sich bei EMC beworben hat und es stellte sich heraus, dass er mit peruanischen Freunden auf einer Party bei der Familie des bayr. Fussballspielers Pizarro war.
Da sich das Wetter in den Bergen staendig aendert, hatten wir auch Glueck und es wurde nach 2 Std. wunderbar sonnig. Der erste klare Blick zu den Ruinen des Machu Picchu in herrlicher, gruener Berglandschaft war dann auf Besinnung der anstrengenden, langen Tour und die historischen Hinweise auf die Inkas einfach wundervoll. Gleich wurde uns entlang den Ruinen, welche zu 80% wiedererbaut wurden, vieles aus der Zeit der Inkas erzaehlt. Dabei ist eine seperate, kleine Toilette der "eindeutigste" Hinweis auf das Leben eines Inka in dieser Staette (s. Foto)! Es wurde auch Meerschweinchen geopfert, die heutzutage in Peru eine Delikatesse sind.
Der atemberaubende Blick vom Sonnentor war uns nicht gegoennt, also machten wir uns zum alternativen, genialen Aussichtspunkt auf den Berg Waynapicchu auf. Wir haetten den Gipfel nach 45 min. erreicht, wenn uns nicht ploetzlich unser Reiseleiter auf halber Strecke gestoppt haette. Leider hatte er die Info erhalten, dass unser Zug statt um 15:30h bereits um 13h faehrt. Wir mussten extrem rennen, um den Bus zu erreichen, der uns zum Bahnhof brachte. Der Aerger und die Enttaeuschung ueber die verpasste 2. Chance und die miese Kommunikation bzw. schlechte Organisation war allen ins Gesicht geschrieben ;-(
Auf der Busfahrt riefen uns mehrmals kleine Jungs in roten, indianischen Gewaendern "Adios" zu. Spaeter stieg dann einer von ihnen in den Bus und freute sich ueber etwas Kleingeld - gute und erfolgreiche Idee! Etwas Verwirrung am Bahnhof, nachdem die Tickets nicht auffindbar waren, loeste sich nach einer halben Stunde. Ein Ticket kostet $ 35! und war nicht mehr kurzfristig umbuchbar. Auf der Heimfahrt nach Cusco machten wir uns Notizen, was alles schief gelaufen ist und erwarteten vom Veranstalter eine Rueckerstattung - neben dem verpassten Ausblick auf den Machu Picchu, was fuer viele das Highlight der gesamten Reise ist, gab es noch einige weiche Argumente.. Nach fast zweistuendigen Schilderungen im Reisebuero, Wartezeiten, Internetchat und Telefonaten der Inhaberin (welche sich gerade in England befindet) mit Kelly (eine Teilnehmerin aus Australien), war nach interessanten und spannenden Verhandlungen wurden tatsaechtlich fuer jeden $ 100 sofort in bar erstattet. Manche Hinweise, dass wir diesen schlechten Service des Veranstalters lokal in Hostels und im internat. Reisefuehrer Lonely Planet publik machen, waren sicherlich weitere gute Argumente.
Der Mythos Inka Trail an sich ist fuer Trekker oder erfahrene Backpacker wegen der schoenen, aber nicht spektakulaeren Landschaft, geringen Wildlife, maessigen Flora und der natuerlich notwendigen, steinigen Pfade nur bedingt empfehlenswert. Wegen Erdrutschen und weichem Boden wurden die Wege mit grossen Steinen prepariert und sind sehr bucklig. Mein Blick richtete sich staendig auf den naechsten Stein, anstatt mehr von der Umgebung wahr zu nehmen - meinen Begleitern ging es ebenso. Natuerlich machten wir haeufig Pausen und schoene Ausblicke blieben uns nicht verborgen, aber die Konzentration war eben doch eher einseitig gerichtet.
Nach so vielen Erlebnissen goenne ich mir und meinen pflegebeduerftigen Fuessen jetzt einige Tage Entspannung, trotz Weiterreise mit einem Nachtbus nach Nasca zu meinem Weihnachtsdomizil bei Johanna Lorz, wo es bestimmt viel zu quatschen gibt und neue Eindruecke und Erfahrungen auf mich warten..
Vielen Dank fuer die vielen lieben Weihnachtsgruesse. Ich werde endlich mal wieder einen drauf machen, heftig einen heben gehoert in Peru zum Weihnachtsritual, und unter dem imaginaeren Christbaum an euch denken..
Feliz Navidad!
fotos.web.de/rainerroundtheworld/Peru_Inka_Trail_Machu_Picchu
Friday, December 16, 2005
Saturday, December 10, 2005
Bolivien - eigenartige Wesen gibt es dort..
Diesmal moechte ich nur die Fotos sprechen lassen, denn Worte sagen manchmal nicht genug aus. Ich moechte nur darauf hinweisen, dass wir in einem Jeep 3 Tage auf einem riesigen Salzsee, Geysiere, Lagunen mit hunderten von Flamingos auf ca. 5.000m Hoehe im Naturpark Salar de Uyuni in Bolivien unterwegs waren.Mittlerweile bin ich in Peru und habe vor Weihnachten noch den INKA TRAIL zum Machu Picchu geplant. Falls alles weiterhin so gut laeuft wie bisher und das Wetter mitspielt, werde ich mir diesen "Stress" auf 5.300m Hoehe antun.
Danach werde ich mich auf Weihnachten einstimmen und mich von den lokalen Braeuchen begeistern lassen.
Ich wuensche allen auf diesem Wege eine glueckliche und froehliche Weihnachtszeit mit der Besinnung auf das Wesentliche, was die Weihnachtsbotschaft ausmacht.
Berichte ueber die Tour in Bolivien gibt es z.B. auch unter http://www.traveltheglobe.net/Suedamerika/Bolivien/Bolivien%20txt%20a10.htm
Irgendwie ist hier die Luft sehr duenn und nach manchen Trekkingtouren ist mir auch nicht nach langen Reiseberichten. Ich entspanne jetzt erstmal und wuensche euch viel Spass mit den Fotos..
fotos.web.de/rainerroundtheworld/Bolivien
Wednesday, November 30, 2005
Auf Wiedersehen in Brasilien
| Taeglich in fremder Umgebung, ausschliesslich mit `Auslaendern` zusammen zu sein, verleiht mir automatisch ein neues, total anderes Leben und Freude in EINER Welt. Es faellt mir nicht leicht, dies in passende Worte zu fassen, aber das Folgende formuliert meine Stimmung sehr gut. "Ein Geschaeftsmann wollte vom Meister wissen, was das Geheimnis eines erfolgreichen Lebens sei. Sagte der Meister: "Mache jeden Tag einen Menschen gluecklich!" Und er fuegte als nachtraeglichen Gedanken hinzu: "...selbst wenn dieser Mensch Du selbst bist." Nur wenig spaeter sagte er: "Vor allem, wenn dieser Mensch Du selbst bist." (Anthony de Mello) Das ich JEDEN Tag so entspannt verbringe und mich uneingeschraenkt auf jeden Tag freue, hatte ich mir vor der Reise nicht vorgestellt. Ohne Reisefuehrer lasse ich mich jeden Tag auf`s Neue inspirieren und begeistern. Plaene mach ich nur kurzfristig und lasse mich moeglichst wenig von den vielen Touristenattraktionen leiten, die mir die Route vorgeben wuerden. Eine gute Dosierung von vielerlei Aktivitaeten und die passenden Leute um mich herum sind wohl wichtige Bestandteile fuer ein gelungenes Tagesrezept. Dabei habe ich mich bislang fast nur motorisiert bewegt und die langen Trekkingtouren in atemberaubender Natur uvm. stehen noch bevor. Also: auf gehts in andere Laender. Ganz herzlichen Dank an alle, die bewusst oder unbewusst fuer jedes Gespraech, freundliche Gesten, Hilfsbereitschaft in vielen verzwickten Situationen (was z.B. Sprachprobleme und Orientierungsfragen angeht), offene Laecheln oder einfach nur durch deren Gegenwart und Andersartigkeit mir jeden Tag in Brasilien einzigartig und wunderbar gestaltet haben. PEACE - LOVE - RESPECT -- ONE WORLD!! Miguel |
Tuesday, November 29, 2005
Am Wochenende in Salvador..
1 Woche lange durfte ich bei Heike Schmitz in Salvador/Bahia zu Gast sein. Sie ist seit 2 Jahren mit einem Doktorrat in Pädagogik beschäftigt und unterrichtet zudem GrundschullehrerInnen, welche lt. brasil. Gesetz ab 2007 bestimmt pädagogische Qualifikationen nachweisen müssen. Ausserdem erteilt sie noch einen Sprachkurs "Deutsch mit Heike". Gleichzeitig sind Heikes Eltern zu Besuch. Also, für deutsche Unterhaltung ist nach 2 Monaten Brasilien weiterhin gesorgt. Am 1. Tag besuchten wir gemeinsam mit Alexandra, eine Triathletin, welche im Juni einen bekannten Fotografen im aufwendigen Ritus des Cadomblê heiratete, ein Folklorekonzert im Theater. Dabei waren 5-6 sehr gute Musiker auf der Bühne, die sich häufig spontan mit anderen aus dem Publikum abwechselten und oft improvierten. Ein schönes Konzert in lässiger Atmosphere. Am Freitagabend war ich mit Heike, ihrem Freund Ricardo und desse Freund im Goethe-Institut zu einem Jazz-Konzert. Richtig geiles Ambiente im Innehof eines alten, deutschen Anwesens mit geiler Mugge. Auf der Suche nach einem Restaurant sahen wir am Strassenrand einen Topf stehen, der lt. Ricardo mit einem toten Huhn, Reis, Bohnen und einem Foto von einem `Feind` bestueckt war. Entsprechend einem Brauch der afrikanischen Religion Candomble, sollen somit die Geister wieder fuer Frieden unter den Betroffenen sorgen (oder so aehnlich). Am Samstagmorgen waren wir zu einem Schwimmwettbewerb am Meer, wo Heike und Ricardo teilnahmen. Bei starker Stroemung schwammen sie ca. 3-4 km. Respekt! Heike zaehlt dabei landesweit zu den Besten. Nach leckerem Fischessen gingen wir nahtlos ueber zu einer imposanten Parade von Sambagruppen, Folklore uvm. Im Verlauf des Abends lernte ich Deyse (42) mit Schwester (38), eine Bekannte von Ricardo, sowie deren Tochter Verena (19) mit Freundin Manuela (20) kennen. Ehe ich mich versah, war der Abend mit ihnen bereits verplant. Eine sympathische Stimmung in Deyse`s Wohnung mit herzlicher Gastfreundschaft (Internet, Musik, Videos, Duschen, Essen( und Verena spricht sogar etwas englisch. Wir machten uns dann auf zu einem Sambakonzert fuer Einheimische mit klasse Trommlern und Performance. Irgendwie waren wir auch nach dem Zweiten Caipi nicht in der besten Tanzlaune / der Tag war doch schon lang und heiss. Zurueck in der Wohnung (wohlgemerkt mit 4 Frauen) duschten nochmals alle und hoerten Musik. Spaeter legte ich mich auf`s Sofa, weil meines Erachtens die Situation in der kleinen Wohnung eindeutig schien. Allerdings bemerkte Deyse, dass es doch viel zu unbequem auf dem Sofa sei und ich in ihrem Doppelbett schlafen kann. (Anmerkung-Deyse ist eine schwarze Perle mit mind. 2 Zentner, ihre Tochter vielmehr ein echter Blickfang - Foto folgt). Die gute Erziehung und eine klare Aufteilung der Betthaelften liessen dann keine Missverstaendnisse aufkommen....und die Nachtruhe war -ohne Zwischenfaelle- gesichert! Am Sonntag war ich wieder mit den 4 Frauen in der Stadt unterwegs. Zum Capoeira im Mercado Modelo, dann 1 Skol in Pelourinho zur schoenen Livemusik. Entlang der farbenfrohen Altstadt erklaerte mir Deyse einige kulturelle Sachen - einfach schoen. Wir assen dann Pirao am Strand - 2 Schuesseln mit 5 Gabeln, und los gehts. Weil die letzte Nacht so schoen war, durfte ich gleich nochmals neben Deyse uebernachten. Nach vielen klassischen Videoclips z.B. ABBA, schlief ich dann auch bedenkenlos ein. |
Monday, November 28, 2005
Jeder Tag wie kein anderer!!
Die Frage, was ich heute anziehen soll, stellt sich erst garnicht: T-Shirt, Shorts und Havaianas (Flip-Flops) sind Standard. Welche leichte Kleidung die Frauen bei diesen tropischen Temperaturen tragen, bedarf wohl keiner detailierten Beschreibung ;-) Nur soviel: modisch, figurbetont und Schuhe mit hohen Absätzen. Die Beine scheinen Manchmal nicht mehr enden zu wollen. Dabei ist Ana Hickmann, lt. Guinness Buch die Frau mit den längsten Beinen. Ihr Elternhaus habe ich gesehen und Bruna ist eine gute Freundin von Ana´s Mutter - alles ganz normale Leute. Ana hat als brasil. Vorzeige-Model eine eigene Fernseh Show.
Am Vormittag spaziere ich etwas umher. Unterhalte mich mit Leuten, wo ich gerade wohne oder in der näheren Umgebung einfach so kennenlerne. Dabei sind fast alle sehr redselig und freundlich, ob im Geschäft, Post, Bankautomat, Taxifahrer, Busfahrer oder Getränkehändler, Obstfrau etc. Wenn man jemanden zum 2. mal trifft, kennt man sich quasi schon besser und verweilt gleich etwas länger, denn zu erzählen gibt es immer etwas.
Wo die Möglichkeit besteht und der Tagesablauf es zulässt, schaue ich fast täglich ins Internet um manche Nachrichten (Tagesschau) zu lesen und Emails zu bearbeiten. Das Speichern vieler Fotos ins Internet-Fotoalbum bzw. Berichte in meinen Blog zu stellen, ist jeweils eine längere Sache. Ohne Uhr am Handgelenk und Terminvorgaben im Kopf habe ich ständig das Gefühl, Zeit zu gewinnen statt zu verlieren - seltsam! Bzw. spielt Zeit plötzlich eine total untergeordnete Rolle - schliesslich bin ich auf einer Weltreise ;-)
Mein subjektiver Zeitmesser ist der Magen (aaahh, werden jetzt einige sagen). Oft gehen wir in Restaurants mit frischem kalten und warmen Buffet, wo das Essen nach Gewicht (kilo) abgerechnet wird. Dank Insider-Tipps habe ich hier nur sehr gute und günstige Lokale besucht (für ca. 6 EUR inkl. Getränke f. 2 Personen). Anschliessend habe ich mir manchmal ein NIckerchen gegönnt, aber meistens sind wir irgendwo unterwegs und Leute getroffen oder einfach Dummheiten angestellt - mit Ricardo oder anderen.
Mancherorts hatte ich den Eindruck, dass Frauen den ganzen Tag mit Besen oder Putzlappen im Haus unterwegs sind - ein ständiger Kampf gegen Staub und Schmutz :-) Das Abendessen um ca. 19-20 Uhr im Gastgeberhaus oder mit einigen Bekannten im Restaurant, Pizzaria etc. mit munterer Unterhaltung und stetig neuem Kennenlernen sind immer vergnüglich.
Gegen Mitternacht ist meistens nach einer Dusche der Sprung ins Bett angesagt. Manchmal lese ich etwas über brasil. Kultur oder Geschichte, was bei mir die Frage aufkommen lässt: habe ich jemals einen Indio-BrasilianerIn gesehen oder sind es nicht alle die Nachfahren europ. Einwanderer im Süden und afrikan. Sklaven im Nordosten?? Die Indios wurden mit ihrer Kultur von den herrschenden Kolonialherren als nicht lebenswürdig empfunden und vernichtet..
Soweit einige Eindrücke und Struktur zu meinem Tagesablauf, der fast immer mit vielen Begegnungen und Erlebnissen garniert wird, dessen Details ich hier möglichst oft mit Allen teilen möchte.
Nun geht´s weiter nach Bolivien und Peru zu Trekkingtouren - ab in die wunderschöne Natur.
"Wer erkannt hat, dass sein Leben nur eine Leihgabe ist, betrachtet jeden Tag als ein Geschenk." (Jakob Ternay)
PEACE - LOVE - RESPECT -- ONE WORLD!
Bis bald,
Miguel
Brasilianische Frauen..
Geht man jedoch an bestimmt Orte, die besonders im Trend liegen oder angesagte Strände, so finden sich hier sehr viele attraktive Schönheiten - das kenne ich allerdings auch aus Mainz ;-) nur hier sind sie exotischer und die Bademode und Körperkult ist schon einzigartig. Bewundernswert fand ich z.B. eine schwarze Strassenverkäuferin in Bahia, die in festlichen Kleidern (manchmal ganz in weiss) gefüllte Teigtaschen (eine brasil. Spezialität deren Namen mir gerade entfallen ist) voller Stolz verkaufte.
Mein Fazit: das brilliante Image ist mehr oder weniger ein Klischee, dass sich im Alltag auf den Strassen nicht bestätigt. Brasiliannerinnen bewegen sich oft grazil, sind freundlich und aufgeschlossen uvm. Eine gesunde Mischung zwischen Temperament und Entspannung würde den Deutschen (Frauen) sehr gut tun - und dies nicht nur zur Weihnachtszeit.
Wednesday, November 23, 2005
Nicht nur die Sonne strahlt..
Das Leben auf den Straßen und Plätzen am Abend ist gemischt mit Musik, Tanz, bunten Farben, lockere Unterhaltung und Entspannung bei 25° C. Allerdings sind Sicherheitsleute vermehrt present, da auch von Taschendieben etc. gewarnt wird.
Gleich habe ich mir die gute Empfehlung von Heike zu Herzen genommen und die Insel Morro de Sao Paulo besucht. Nach 2 Std. auf einem Catameran kam ich auf der palmenreichen, sonnigen Insel an. Als Taxi standen gleich viele Männer mit Schubkarren am Hafen, da es hier keine Fahrzeuge! gibt. Meinen Rucksack konnte ich alleine tragen bis zur wunderschönen Pousada am Strand. Wer sich eine ruhige Insel in der Vorsaison wünscht, ist hier genau richtig. Dabei heißt ruhig nicht, daß nix los ist. Denn wenn in 1 Monat der Urlaub in Brasilien beginnt, gibt es kaum Platz am Strand und die Partys sind um einiges extremer, wie z.B. auf Ibiza.
Die ganzen Annehmlichkeiten einer Insel in Brasilien brauche ich wohl nicht im Detail zu beschreiben ;-) Nur noch eins: was sind wohl Piranhas de Praia?
Fotos folgen - es gibt momentan technische Probleme..
Übrigens heisse ich jetzt, nachdem ich nicht mehr im deutschsprachigen Teil Brasiliens unterwegs bin, für alle Brasilianer: MIGUEL (zu deutsch: Michael). Läßt sich einfacher aussprechen und merken. Ist auch witzig, auf einen anderen Namen zu hören, wenn sich eh schon alles um mich herum verändert..
Friday, November 11, 2005
HELAU!!
Für die rein visuell gierigen Besucher habe ich einige Fotos..
Ein Weilerer in Bahia!
Miguel
fotos.web.de/rainerroundtheworld/Ausfluege_in_Rio_Grande
Wednesday, November 09, 2005
Anekdoten aus Brasilien
Zum Hintergrund: am Sonntag ist keine Haushälterin da und wir müssen unser, meist vorgekochtes, Essen selbst zubereiten..
Als ich dann munter vor dem Bischof stand, war seine nächste Frage: “trinken wir Bier zum Essen?” Erstmal konnte ich nix mit der Frage anfangen, da wir hier nie Bier trinken, aber dann war mir klar, was ihm wohl nicht fremd ist…den Tag sollte man beginnen, wie die Nacht aufgehört hat…ich hatte allerdings keine Kopfschmerzen und viel getrunken hatte ich auch nicht! Sein Eindruck war wohl ein anderer ;-)
Da wir kein Bier im Haus hatten, machten sich der Bischof und ich am Sonntagmorgen zur Tanke auf – dieses Bild muss man sich auf der Zunge zergehen lassen! Zurück im Bischofshaus am Mittagstisch sass noch der Assistent. Das Essen war lecker, doch Bier trank keiner – ausser ich, aus Höflichkeit ;-)
Zwei Wochen zuvor war ich sonntags mit dem Bischof und Chauffeur zu 2 Firmungen unterwegs. Auf der Fahrt ist dem Bischof eingefallen, dass ich doch etwas über den
Weltjugendtag erzählen könnte...gesagt - getan!! Die Firmung läuft in Brasilien wie in Deutschland ab. Als Predigttext sollte ich eine Verbindung des gemeinsamen Geistes und Gemeinschaft vom Weltjugendtag zu den jugendlichen Firmlingen herstellen.
Vorne am Altar hatte ich dann meinen grossen Auftritt. – sozusagen aus der Hüfte geschossen ;-) Es war schon spannend und aufregend, vor "vollem Haus" etwas zu presentieren. Der Bischof hat alles übersetzt. Es gab sogar heftigen Applaus in der Kirche.
Am Abend zur 2. Firmung machte es mir dann riesig Spass, nochmals eine andere Predigt zu halten. Die Leute waren interessiert und begeistert – ich auch!
Der Bischof hatte an einem Sonntag zu einem Jugendtreffen auf dem Land eingeladen. Beim 1. mal waren nur wenige Besucher gekommen. Es sollten allerdings einige wichtige Themen besprochen und entschieden werden. Also wurde ein 2. Treffen einberäumt. Der Saal war voll besucht und auf die Frage des Bischofs, warum beim 1. Treffen sowenige anwesend waren, stand ein Jugendlicher auf und sagte: “Es hatte geregnet!”
Somit ist einiges über die Kultur der Leute gesagt. Man kann eben auch Zuhause, im Bett, bleiben, denn die Welt wird sich weiter drehen.
Ratschläge von einem Insider - was ein Brasilianer nie tun sollte:
mit einem Deutschen diskutieren,
mit einem Juden handeln und
einem Schwarzen nie Geld geben, bevor die Arbeit erledigt ist!
In diesem Zusammenhang ist es auch interessant zu wissen, dass hier im weit verbreiteten Hunsrück “deitsch” für handeln einfach “juden” gesagt wird. Weitere witzige Ausdrücke sind z.B. Luftschiff (Flugzeug) und Schlappen (Schuhe).
PEACE – LOVE – RESPECT – ONE WORLD
Tuesday, November 08, 2005
Sozialprojekte wirken ganz anders vor Ort.
Die vielen Probleme dieses Landes kann ich hier nicht beschreiben und ich habe bisher sicher nur einen sehr kleinen Teil darüber erfahren. Die Probleme strecken sich von
Wasserverschmutzung, Drogen, Analphabetismus, Landlosenproblematik bis hin zur sehr weitverbreiteten Korruption in ziehmlich allen Teilen des Lebens hier in Brasilien. Doch die meisten Brasilianer schauen weg, so wie das wohl in der Natur vieler Menschen liegt, da es einfach der viel einfachere, der "Mitschwimmerweg" ist.
Ich hatte das Gefühl, das die tollen, kritischen Ideen der Brasilianer manchmal in ihrem ständigen Drang zu feiern und zu lachen untergehen. Sie haben eine Art, mit Problemen
umzugehen von der vielen Deutsche sicher viel lernen könnten. Doch ich glaube, dass diese Art sie auch manchmal daran hindert wirklich etwas zu verändern.
Ich fange an die Menschen ganz anders wahrzunehmen. Es ist nicht mehr nur die Hülle, die sich manchmal so unverständlich für mich benimmt, sondern ich kann etwas Ganzheitliches erkennen und dieses auch ganz anders schätzen. Liebevoller. Es ist, als ob sich da ein Fenster öffnet, wo bisher immer der Rollladen unten war, und ich eingeladen werde ins Haus zu kommen. Wie gerne ich dem nachkomme!
Wer ist der Schuldige? Wie konnte das alles soweit kommen? Warum nehmen hier so viele Drogen und warum sind die Mädels mit 13 Jahren reihenweise schwanger? Ist nicht jeder einfach für sich selbst verantwortlich, da brauch ich doch auch nicht nach Gut und Böse, nach Schuld und Unschuld fragen?
Ich muss immer wieder flüchten, in meine Parallel-welt verziehen und das Geld, mit dem ich das mache, habe ich doch auch nur, weil unser Protektionismus so gut funktioniert. Und auch nachdem ich das hier alles gesehen habe, kann ich noch nicht einmal sagen, dass ich als westeuropäischer Konsument auf diesen bedingungslos verzichten wuerde.
Es gibt Momente, da schreibe ich mir ein Armutszeugnis und sitze darüber und verzweifle an mir – und vielleicht sogar an uns allen.
Die Sozialarbeit mit Kindern und Jugendlichen strahlt, trotz allem, soviel Hoffnung aus. Hier heissen die Armenviertel nicht "Favela" sondern "Vila". Wer diese Barracken gesehen hat, erkennt die Ironie des Wortes. Total unbeschwert und nur lachen und Augen leuchten lassen. Warum sich immer hinunterziehen lassen? Immer die Schwere suchen? Einfach mal sich keine Sorgen machen, nicht an später, nicht an morgen denken, nichts machen müssen, nicht bei der Arbeit ständig auf die Uhr schauen, nicht an Geld und Zeit und Fristen denken und alle Pflichten! Einfach mal atmen und leben. In diesen Momenten bin ich so befreit von allem.
Nach vielen intensiven Eindrücken und Erlebnisse teile ich gerne jedem Interessenten weitere Details einzelner Projekte mit. Konkret war ich 5 Tage in einem Seminar der Jugendagrarschule, deren Arbeit mir nun sehr vertraut und wichtig geworden ist.
https://fotoalbum.web.de/gast/rainerroundtheworld/Sozialarbeit
PEACE - LOVE - RESPECT -- ONE WORLD
Saturday, October 22, 2005
Tradition und Kultur am "Kreuz des Südens"
Erst beim 2. Weltkrieg verbot die Brasil. Regierung die deutsche Sprache komplett und vernichtete Bücher etc. Viele konnten zu diesem Zeitpunkt kein portugiesisch und mussten dies nun zwangsweise lernen. Täglich kann ich erleben, wie sehr deutsch verbreitet ist, was mir das Leben doch erleichtert ;-)
Der gesellschaftliche Strukturwandel macht hier allerdings auch nicht halt. Viele junge Leute sitzen zuviel vor dem TV oder Computer und möchten weniger deutsch sprechen. So werden die Kinder von heute – analog zum Dialekt in Deutschland in den Dörfern – die “Fremdsprache” nur noch verstehen, aber nicht aktiv sprechen und somit verloren gehen.
Die Sendung mit der Maus
Bei einigen Touren mit Alfredo Lenz konnte ich einiges kennenlernen, was ich sonst nur theoretisch und aus dem Fernsehen kenne. Wo kommen die Teebeutel her bzw. wie wird Tee produziert? Wie geht es im Gewächshaus zu woher kommt der Tabak für die Zigaretten? Ganz spannend war auch die manuelle Herstellung von Gitarren zu sehen und zu hinterfragen. – Wer Details zu diesen Themen wissen möchte, kann mich gerne Fragen. Ausführliche Beschreibungen würden hier den Rahmen sprengen..
Der Tee heisst bei den Gaúchos (Leute in dieser Region) Chimarâo und hat eine besondere Tradition. Er ist stets grün und wird in einem offenen Gefäss “ “mit einem Metallhalm (und Sieb am ende) getrunken. Dabei wird ständig heisses Wasser nachgegossen und in der Gruppe (auch im Büro!) weitergereicht. Muss man erlebt und geschmeckt haben – naja, ist nicht jedermanns Sache ;-)
Thursday, October 20, 2005
“Radiowecker” – ganz anders!

Die Diozöse Santa Cruz do Sul hat vor 2 Jahren den lokalen Radiosender “Radio Santa Cruz” mit finanzieller Unterstützung vom Vatikan und Einzelspenden aus Köln erworben. Somit konnte der zunehmende Einfluss US-amerikanischer Sekten in den Medien entgegen gewirkt werden.
Mein alter Freund Alfredo Lenz moderiert die Morgensendung von 5 – 8 Uhr. Meinem ersten Besuch bei der Radiostation folgte gleich ein Spontanauftritt beim berühmten Fritz Chacò. Er spricht Hunsrück-deutsch und portugiesisch, wie sehr viele Leute in dieser Region!! Daher konnte ich etwas aufgeregt, aber einfach auf deutsch, von mir erzählen – und habe gleich die Gelegenheit zur Singlebörse genutzt ;-)
Am nächsten Morgen um 7:30 Uhr schallte es von Alfredo Lenz mit kräftiger Stimme und guter Laune in witzigem deutsch über den Sender: GUTEN MORGEN MEIN LIEBER FREUND RAINER! ES IST ZEIT ZUM AUFSTEHEN! ESSE NICHT ZUVIEL ZUM FRÜHSTÜCK, DENN WIR SIND HEUTE MITTAG BEI MEINER SCHWESTER LUCIA ZUM SPIESSBRATEN ESSEN EINGELADEN!! ICH KOMME DICH IN 1 STUNDE ABHOLEN.
...so funktioniert ein Radiowecker in Südbrasilien! Übrigens, der Spiessbraten war lecker – wie immer hier!
PEACE – LOVE – RESPECT è ONE WORLD!
https://fotoalbum.web.de/gast/rainerroundtheworld/Radio
Monday, October 17, 2005
Viel Glueck und viel Segen..
Zuletzt war ich noch auf einem Rodeo, d.h. Bullenreiten und Countrymusik in einer Halle mit bester Stimmung. Einen Lobpreis-Gottesdienst in einer gefuellten Halle mit Familie Schulze und vielen Vertrauten konnte ich dank Simultan-Dolmetcher Duda und Patricia bestens verfolgen - vielen Dank nochmals fuer dieses Erlebnis!
Leider hiess es nun Abschied nehmen in einer sehr lieb gewonnen Umgebung. Den vielen Einladungen konnte ich leider nicht alle nachkommen, sonst kann man mich bald rollen ;-) Die leckere Kueche mit soviel hausgemachten Spezialtaeten verdient einfach nochmals eine Erwaehnung.
Einige habe ich in diesen Wochen oefter besucht und der Abschied viel etwas schwerer. Es ist immer gut zu wissen, dass ich in Joinville nicht mehr unerkannt durch die Strassen gehen kann, denn wenn ich wiederkomme erinnern sich bestimmt viele an den "bunten Hund" aus Mainz ;-)
Die vielen guten Wuensche, die ich aus der christlichen Familie Schulze und Freunde erhalten habe, lassen sich vielleicht zusammen fassen in dem Lied:
Viel Glück und viel Segen, auf all deinen Wegen. Gesundheit und Freude sei auch mit dabei.
Gott hat dir gegeben, Sinn, Zukunft und Leben. Erkenne sein Walten und freu dich im Herrn.
Das laesst sich auch prima im Canon singen.. - dicke Gruesse an die JuengerInnen!! ;-0
Herzlichen Dank, alles Gute und Gottes Segen wuenscht auch euch allen
RainerLe
https://fotoalbum.web.de/gast/rainerroundtheworld/Rodeo
Thursday, October 13, 2005
Wo liegt Joinville? - 1. Autobahnabfahrt wo's regnet gleich links
https://fotoalbum.web.de/gast/rainerroundtheworld/Am_Strand_von_Sao_Franzisco
Landsitz – eine entspannte Alternative! Keine Frage, ich bin von wohlhabenden Leuten umgeben, die viel arbeiten und das Leben in vielen Facetten in die Hand nehmen und Leben. Ein Besuch beim Optiker Otto Niedermaier brachte mir neben einer schicken Sonnenbrille auch einen spannenden Nachmittag auf deren Landsitz ein. In einem oekologischen Destrikt fliesst ein gigantischer Wasserfall, klare Baeche fliessen und im tropischen Wald darf kein Baum gefaellt werden... Auf dem sehr grossen Landsitz (Sitio) mit mehreren Hektar Land und Wald koennen sich die beiden Pferde austoben. Zur Sicherheit bewohnt ein Paar in einem kleinen Haus die Sitio und sort fuer die notwendigen Arbeiten. Einen Ausritt und ein Marsch durch den Tropenwald mit vielen Erklaerungen von Otto und Spurenlesen (Affen, Hirsche und Pumas!) mit exotischen Voegeln ist einfach nur genial. Uebringes ist Otto Mitglied in einem Club, der Voegel zum Singen dressiert und fuer deren Konzerte schon viele Trophaeen erhalten hat. Ein klasse Typ, der zusammen mit Manfred Siekmann aus Lorsch eine paradiesische Oase gefunden haben. Im Haus ist Platz fuer viele Gaeste – die Grillparties sind beruehmt!!
https://fotoalbum.web.de/gast/rainerroundtheworld/Auf_Manfred_und_Ottos_Landsitz
Apropos Leben in Brasilien. Wer weiss ueber Brasilien mehr als Karneval, Rio de Janeiro, Amazonas, Straende, huebsche Frauen, Mulatten und Fussball??
Ich befinde mich nicht gerade im „typischen“ Brasilien, denn suedlich von Rio, wo ab São Paulo die Wirtschaftszentren (z.B. VW und AUDI) sind und viele Industrien nach europaeischen Standard (ISO) produzieren, erkennt man nicht auf den 1. Blick das Exotische. Selten sehe ich Mulatten oder Neger, dass Strassenbild in Joinville hat nichts mit einem „3. Welt Land“ gemein. Der Unterschied machen die Leute ;-)
Was mir auffaellt: es gibt viele Pflastersteine und Schlagloecher auf den Strassen; die Radfahrer leben etwas gefaehrlich, aber die neuen Strassen haben einen Radweg!
Uebrigens: nicht angeschnallt kostet 40 EUR; Handy am Steuer ebenso + 4 Punkte. Fuer weitere Details steht gerne Ricardo zur Verfuegung – er hat schon viel Erfahrung ;-)
Uebrigens: ab der "Mittelschicht" beschaeftigt jeder Haushalt eine Haushaltskraft 5 Tage je ca. 6-8 Std. Oft wohnt dieses Personal auch in einer kleinen Kammer, falls deren Familie zu weit entfernt ist. Wem auffaellt, dass es in Deutschland sehr sauber ist, da sind die mir bekannten Haeuser in punkto Sauberkeit nicht zu uebertreffen - der Putzteufel ist staendig unterwegs, gell Marise!
Preise fuer Dienstleistungen sind extrem guenstig, z.B. Herrenfrisuer 4 EUR; Sonnenbrille mit Schliff 20 EUR (das Gestell wird importiert und ist teuer); Personal im Haushalt ca. 30 EUR/Woche.
Fuer das Essen im Restaurant zahlt man weniger als die Haelfte bei bester Qualitaet z.B. all you can eat in Churrascaria 10 EUR; Mittagessen mit Bueffet (bei Gloria) nur 5 EUR (fuer 2 Pers. inkl. Getraenke!); leckere Saefte 0,50 - 1 EUR, Bier 1 EUR, Caipi 3-4 EUR in guten Lokalen.
(Kurs: 1 EUR = 2,90 - mittlerweile bei 2,60).
Auf jeder Toiletten in Brasilien: steht ein Behaelter fuer das Toilettenpapier - sehr ungewohnt fuer uns, aber das Papier bitte nicht in den Abfluss werfen, sonst droht Verstopfung!
Der Tagesablauf ist heftig: Patricia und Ricardo arbeiten 8 Stunden taeglich und studieren zudem an der Uni von 19 – 22:30 Uhr - oft sogar auch samstags! Da bleibt kaum Zeit fuer Privatleben. Ansonsten ist die Regelarbeitszeit 44 Stunden woechentlich bei 30 Tagen Urlaub im Jahr.
Am 23. Oktober findet eine Volksabstimmung ueber ein Verbot des Verkaufs von Schusswaffen statt. Die vorherrschende Meinung ist: wenn wir uns keine Waffen kaufen duerfen, dann haben die Gauner ein leichtes Spiel, denn diese bekommen immer Waffen (z.B. aus Paraguay oder Bolivien). Sicherheit ist uebrigens ein staendig presentes Thema: alle Haeuser haben hohe Eisenzaeune und Rolltore fuer Parkplaetze; Fenster sind zusaetzlich vergittert. Groessere Wohnbloecke haben rund um die Uhr Sicherheitsleute am Eingang.
Oma und Opa. Viele warten bestimmt schon auf Fotos von knackigen brasil. Schoenheiten ;-)
Ich kann nur sagen: es gibt sie tatsaechlich - und sind keine Seltenheit!! Nach 3 Wochen in Joinville scheint allerdings jetzt endlich mal richtig die Sonne... bisher habe ich vielmehr die charmante Art der Brasilianerinnen kennengelernt. Ups, mein Thema in diesem Kontext ist ja ein ganz anderes - naja, die Gedanken sind frei ;o)
Neben Uroma Olga ist Oma Irma ebenso stadtbekannt fuer ihre leckeren Weihnachtsplaetzchen. Sie backt ca. 50 kg im Jahr! Verdient sich damit etwas, obwohl die Preise hier fuer solche Hausarbeit gespottet sind. Ihr Geheimrezept verraet sie natuerlich nicht. Zudem kann ich ihre Kuchen sehr empfehlen mmmmhh. Die Schwiegertochter Marise und deren Kinder haben's auch im Blut. Fast taeglich backen sie diverse Kuchen - ich bin natuerlich auch ein guter Gast! Wer mich kennt, weiss wovon ich schreibe ;-)
Zum Kuchen passt selbstgeroesteter Kaffee besonders gut - einfach traumhaft!
https://fotoalbum.web.de/gast/rainerroundtheworld/Oma_Irma_und_Opa_Herbert
Mit etwas Sommergrippe sende ich herzliche Gruesse - bis bald
RainerLe
Monday, October 10, 2005
Wenn ich schon mal hier bin - F(f)este feiern ;-)
Einige Vergleiche: die Ausgelassenheit und die deutsch-portugiesische Stimmungsmusik ist hier aehnlich. Viele Busse standen am Gelaende von ganz Brasilien. Alle Hallen sind voll besucht mit ueberwiegend jungen Leuten und es wird viel getanzt und getrunken. Das Bier gibt’s in 350ml, aber auch schoene Becher mit Motiv in 500ml und 1 Liter! Keine Hax’n oder Haend’l, dafuer viele kleine Leckereien. Viele Leute sprechen deutsch, aber irgendwie trauten sich nicht viele und ich habe kein passendes Madel gefunden - trotzdem ging’s zuenftig bis 4 Uhr frueh! Sehr zu empfehlen!
https://fotoalbum.web.de/gast/rainerroundtheworld/Oktoberfest_in_Blumenau
Feste feiern – Nach 2 Hochzeiten und 3 Geburtstagsfeiern steht fuer mich eines fest: es ist einfach die Freude, die ueberspringt!! Es ist so einfach, mit den Leuten zu reden und Spass zu haben. Ich erinnere mich noch an Laender und Zeiten, wo viele Probleme und Zukunftsangst die Stimmung diktieren – der Schluessel heisst: Lachen! denn wir sollen doch nicht den, vom Herrn geschenkten, Tag so wegwerfen!!
An Geburtstagen ist es ueblich, selbst etwas zum Essen und Trinken mitzubringen. Viele helfen in der Kueche mit, und als „Fremder“ werde ich sehr leicht integriert. Einige sprechen immer deutsch oder englisch – mein portugiesisch dient eher zur Aufheiterung ;) Ein Dankgebet oder Gesang ist manchmal auch ueblich. Bei vielen Gaesten findet die Feier drinnen wie draussen statt. Es bilden sich oft Gruppen von Maedchen und Jungs, wobei es keine grosse Hemmschwelle gibt, falls man sich kennenlernen moechte...
https://fotoalbum.web.de/gast/rainerroundtheworld/Geburtstage_in_Brasilien
An Hochzeiten ist die formelle Tradition bei Katholiken und Protestanten aehnlich. Alle kommen in festlichen Kleidern und Anzuegen. Die Braut laesst schon mal gerne die Gaeste 10 Min. warten – wie im Leben. Die kath. Trauung von Andrea und Maurice war am Samstagmorgen um 11 Uhr und dauerte nur 15 Min. Am Abend fand um 19 h die „standesamtliche“ Trauung im Hotel mit ca. 80 Gaesten statt. Leckeres Buffet und Tanzen bei sehr guter Stimmung und Verkleidung mit Perruecken etc. sorgten fuer Partylaune bis 3 h.
Bei Franziska und Paulo war die protestant. Trauung mit Rubinhochzeit von Emma und Edmundo sowie Taufe der kleinen Amelie am Samstag um 19 h in der sehr schoen geschmueckten Kirche. Eine sehr schone und ruehrende Zeromonie mit zweisprachiger Ansprache des Pfarrers mit dem Motto „Der Mensch denkt, Gott lenkt“ (Sprueche 16,9). Es kamen etwa 400 Gaeste in die Stadthalle und es spielte die Band Bavaria – also auch Stimmungsmusik aus Bayern. Auch hier herrschte ausgelassene Stimmung und nach dem Hochzeitswalzer tanzten die meisten Leute sehr viel. Eine Art Polonaise ist auch ueblich – Partyspiele (wer wird denn jetzt an seine Jugend denken!) allerdings nicht. Eine grosse Hochzeitstorte und sehr viele Leckereien fuer Zwischendurch liess keinen Hunger aufkommen. Viel zu schnell ging dann auch der 1. Oktober vorbei.
https://fotoalbum.web.de/gast/rainerroundtheworld/Hochzeiten_in_Brasilien
Das Alter spielt keine Rolle! Einen besonderen Beitrag hat Uroma Olga (96 Jahre) verdient, denn sie bemalt noch sehr aufwendig Ostereier, Flaschen in verschiedenen Farben und Motiven (Hase, Pilze, Kaefer, Enten, Blumen etc.). Dabei sieht sie noch 100%-ig und hat eine total ruhige Hand fuer diese feligrane Kunstarbeit – mehr als nur bewundernswert!! Ihr Urenkel Ricardo hat sein Geschick auch bewiesen und der 2 Hase sah schon nicht mehr wie eine Ente aus ;-) Also Ricardo, in schweren Zeiten kannst du dich noch auf diese Art ueber Wasser halten!!
Uromas charmante und freundliche Art hat mich sehr beeindruckt. Sie bekommt fuer 1 duzend bemalte Eier nur 3 Reais, d.h. nur etwas mehr als 1 Euro! Alle Leute bringen die Eier zu ihr und sie malt das ganze Jahr ueber. Es summiert sich zu ueber 5.000 Eier im Jahr – frueher waren es sogar 10.000, aber die Leute schaetzen diese Arbeit nicht mehr. Wer kann mir eine Frau nennen, welche in ihrem Leben soviele Eier in der Hand hatte hihi? Weiter so Uromi, ich schlage dich fuer’s Guiness Buch der Rekorde vor!!
https://fotoalbum.web.de/gast/rainerroundtheworld/Uroma_Olga
Eine gute Woche und soviel Spass, wie ich es habe, wuenscht
RainerLe
https://fotoalbum.web.de/gast/rainerroundtheworld/RainerLeinBrasilien3
Saturday, October 01, 2005
Was passiert auf der Baustelle?? Update der Links
Beim experimentieren auf dieser Homepage in portugiesisch habe ich etwas verloren - mein erster Gehversuch existiert quasi nicht mehr... doch was jetzt kommt, wird noch besser ;-)
Gucke doch mal auf die Fotos unter https://fotoalbum.web.de/gast/rainerroundtheworld/RainerLeinBrasilien1
https://fotoalbum.web.de/gast/rainerroundtheworld/RainerLeinBrasilien2
Bis naechste Woche
RainerLe
Thursday, September 29, 2005
Auf geht's nach Brasilien

Bei meiner Abreise am Flughafen mit einigen Ex-KollegInnen - Prost!
Bevor die grosse Hochzeit von Franziska und Paulo mit Taufe der suessen Amelie am Wochenende losgeht, moechte ich endlich einige Fotos fuer den Rest der Welt zeigen ;-)
Taeglich lerne ich die Verwandten, Bekannten und Nachbarn der Familie Schulze kennen und muss schon sagen, dass jeder viel zu erzaehlen weiss und sehr witzig ist. Wer kann sich vorstellen, dass die Uroma Olga mit 96 Jahren taeglich viele Ostereier mit feinem Pinsel und verschiedenen Motiven bemalt? Die Antwort findet ihr auf den Bildern.
Nach Geburtstagsfeiern und Hochzeiten finde ich tagsueber reichlich Zeit fuer Erholung, denn die Abende sind immer lang.. wer heute nicht mehr ins Bett kommt kann morgen ausschlafen ;-)

